Modemverbindungen

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Erstmal war ich ja etwas irritiert: Ich surfe mit einem ELSA Modem (seit Jahren „erfolgreich“: MicroLink 56k Internet) und war sozusagen auf routinemäßiger „Jagd“ nach eventuellen Treiberupdates. Letzten Herbst hatte ich das das letzte Mal versucht, und landete immer auf einer „Diese Seite wird gerade relaunched“-Seite. Das ging einige Wochen so. Jetzt fruchtete der Versuch, aber … keine Rede mehr bei ELSA von Modems. Dafür ist ELSA anscheinend ins Grafikkartengeschäft eingestiegen. Kurze google-Recherche ergab, dass MicroLink jetzt unter einer anderen Firma läuft: devolo. Fein. Mir auch recht.

Gut, mein Modemmodell wird im Supportbereich nun nicht mehr aufgeführt, aber (alte) Treiber findet man
zur Not bei Treiberupdate. Kann ich mit leben, allzulange werde ich auch nicht mehr
analog surfen.

Aber immerhin bekam ich einen interessanten Tipp, was man tun kann, wenn das analoge Modem mal wieder rumspuckt, obwohl eine Geschwindigkeit von 48 kBit/s als ausgehandelt gilt. Zitat:
Wenn der genannte Fall eintritt, ist eine mögliche Erklärung, daß die beteiligten Geräte (das Modem zur Einwahl und der Server der Gegenseite) zwar einen hohen initialen Connect aushandeln können, dieser Wert aber über die Dauer der Verbindung nicht gehalten werden kann. In solchen Fällen versuchen die beteiligten Geräte stets einen “Arbeitspunkt” zu
ermitteln, der auch einen möglichst hohen Nutzdatendurchsatz zuläßt. Die Zeit, die dieser Mechanismus beansprucht, kann nicht für den Nutzdatentransport genutzt werden.

Das erscheint mir nicht unlogisch, entspricht es doch meinen Beobachtungen: Bei ausgehandelten 48 kBit/s schleicht die Verbindung im Schneckentempo vor sich hin, während
sie bei 45,2 kBit/s durchaus annehmbar sein kann. Lösungsansatz von MicroLinks:
Hier sollte die maximale Verbindungsgeschwindigkeit von Hand eingeschränkt werden. Im weiteren ist die Vorgehensweise für Windows NT4.0, 9x und ME beschrieben. Sie finden im „DFÜ-Netzwerk“, Rechtsklick auf Ihre Verbindung -> „Eigenschaften“ -> „Konfigurieren“ -> „Einstellungen“ -> „Erweitert“ -> ein Feld für „Weitere Einstellungen“. Hier tragen Sie im ersten Schritt AT+MS=V34 ein. Erhalten Sie nun eine „flüssige“ Verbindung, ersetzen Sie den Befehl durch AT+MS=V90,,,,,38000. Diesen Wert sollte man jeweils in Teilschritten erhöhen (38000, 40000,42000, 44000, 46000) bis man den Grenzwert ermittelt hat, ab dem die
Übertragungsgeschwindigkeit nicht mehr dem ausgehandelten Connect entspricht.

Ausprobiert in Windows2000: System | Gerätemanager | Doppelklick aufs Modem | Erweiterte Optionen. Dort kann man die Parameter eintragen. Ich bin jetzt bei 46000 und probiere mal, wie
das läuft. Wenn es besser ist als bisher, lasse ich es so.

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