Der PC vom Gatten

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Der PC von meinem Mann soll vollständig mit Opensource-Software oder Freeware laufen, habe ich beschlossen – außer dem Betriebssystem, das ist Windows2000. Das ist schließlich schnell und stabil und mit den entsprechenden Servicepacks auch sicher. Abgesehen davon, dass wir hinter einem Router sitzen, und der bellt jeden an, der zu uns rein will. 😉

Was brauchen wir denn so alles? Das MS-Office-Paket lässt sich ganz prima durch Openoffice ersetzen, das seit der Version 2 sogar richtig brauchbar ist. Zugegeben, die Benutzung ist gewöhnungsbedürftig, weicht aber nicht allzu stark vonMS-Office ab. Mit dabei übrigens gleich eine Schnittstelle zur Ausgabe der Dokumente als PDF-Datei. Sehr praktisch! Für andere Programme übernimmt das der PDF-Creator, auch OpenSource. Funktioniert prima, allerdings für fortgeschrittene Aufgaben im Prepressbereich kommt man wohl um den Adobe Acrobat Professional nicht rum.

Emails werden mit Mozilla Thunderbird empfangen und gebraust wird mit dem Firefox.
Viren bekämpft AntiVir.
Somit hätten wir schon ein prima Office-System für 0,– Euro. Bleibt noch IrfanView als Bildbetrachter und einfacher Bildeditor, mit dem man Bilder z.B. für die Verwendung als Emailanhang verkleinern oder Icons erstellen kann. Dazu kommt noch einiges an spezieller, vorhandener Kaufsoftware (mit eigener Lizenz). Und als Packer anstatt WinZip 7-Zip (an dessen Benutzerführung man sich allerdings auch erst gewöhnen muss).
Für eine/n einfache/n Büroanwender/in hätten wir da doch alles beisammen. Könnte man – quasi als Krönung – auch als Linux-System aufbauen, aber die Zeit, mich in eine Linuxinstallation einzuarbeiten, wollte ich mir nicht nehmen. Die Auswahl ist mittlerweile so groß, dass man gar nicht weiß, was man nehmen soll.

Da ich keinen Server hier rumstehen haben wollte, läuft hier ein kleines direktes Netzwerk über den Router mit Freigaben. Das muss langen.

Jetzt gab es nur noch ein paar kleinere Probleme, die alle mit ISDN zu tun hatten. An meinem Rechner hing eine FritzCard USB, damit wir auch Faxe empfangen können. Außerdem ist sie der Notanker, falls DSL mal verreckt (kommt ja immer mal vor) und ich hätte gerne gehabt, dass der Rechner die Telefonanrufe bei Bedarf beantwortet, und zwar für die verschiedenen Leitungen individuell. Und über all das sollte man von beiden Rechnern Zugriff haben. Einen Capi-Server-und -Client gibt es auch als Opensource für Windows. Damit wurde die FritzCard schon einmal vom Nachbarrechner erkannt. Das Freewaretool Fax [at] net [dot] persona lwäre eine prima Sache gewesen, hätte es nicht dauernd gezickt und Fehlermeldungen produziert. Außerdem funktionierte das Faxen auf diese Art nur, wenn mein Rechner angeschaltet war. Für die Telefonie würde ich gerne Moony einsetzen, das hat mir von allen Programmen am besten gefallen und ist netzwerkfähig (Server und Client). Und für 19,80 Euro kann man sich nicht beschweren, das ist ein super Preis für ein tolles Programm. Man kann es 30 Tage testen, was ich auch getan habe. Aber auch hier wieder das Problem: War mein Rechner aus, ging am anderen Rechner nix. Das führte immer wieder zu blöden Fehlermeldungen und machte keinen Spaß.

Also musste auf die Dauer eine andere Lösung her …

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