Nicht unspannend: Google Earth in Linux installieren

| 8 Kommentare

Mit dem Acer Aspire One (AAO) auf den Knien (oder dem Esstisch) habe ich erstmals einen echten Linux-Rechner in den Händen. Bisher waren meine Linuxen nur virtueller Art. Erst jetzt wird es richtig spannend und ich arbeite mich im Crashkurs durch die wunderbare Welt der Konsolen, vi-Befehle und und Handeingaben. Als gerade mein PC-DAU-Gatte fluchte, dass das Google Earth Update nicht funktioniert (mein Lieber, es langt nicht, die .exe runterzuladen, man muss sie auch starten!), kam mir die Idee, dass ich doch mal ausprobieren könnte, ob und wie Google Earth auf dem AAO läuft. Gesagt, gesucht. Es fand sich also eine Installationsdatei mit der Endung .bin, die auf dem Desktop, den ich leider nicht sehen kann (dazu ein anderes Mal) abgelegt wurde. Klicken darauf brachte nix. *kopfkratz* Also was tun? Ich hatte gestern, nach der ersten Inbetriebnahme des AAO und den ersten Enttäuschungen, herausgefunden, wie man an die Konsole kommt (man googelt sich so durch den Tag, manchmal). Also weiß ich jetzt, wie es geht und habe auch die Konsole aufgerufen, und zwar aus dem Ordner heraus, in dem die Installationsdatei liegt. Nennen wir sie der Einfachheit halber GoogleEarthLinux.bin. Ein bisschen weitergegoogelt, fand sich der Weg zur Installation.

Wie schon geschrieben, ich rufe aus dem Ordner mit der .bin die Konsole auf. Das geht aus Thunar, dem Dateimanager im Linpus, recht einfach, Rechtsklick in den Ordner und „Open Terminal Here“ anklicken (wie man die Oberfläche eindeutscht, muss ich noch rausfinden). Jetzt gibt man ein

chmod 700 GoogleEarthLinux.bin

Natürlich muss man den richtigen Dateinamen angeben. Mit diesem Befehl wird die Datei von „schreibgeschützt“ in „ausführbar“ geändert. Als nächstes kommt

./GoogleEarthLinux.bin

Jetzt passiert etwas, es wird nämlich die .bin-Datei entpackt. Bei mir ging am Schluss automatisch die Installation von Google Earth los, aber man kann sie auch über

./GoogleEarthLinux.bin

oder

sh GoogleEarthLinux.bin

starten. Der Rest geht automatisch.

Der AAO startet Google Earth, wenn auch mit einer Aufmeldung, dass die Bildschirmauflösung nicht optimal ist (1024 x 600 Pixel anstatt 1024 x 768 Pixel Minimalanforderung), ist aber insgesamt eher lahm. Möglicherweise hat der Grafikchip keine Hardwarebeschleunigung oder kein 3D-Gedöhns, wie man es für Google Earth braucht.

Print Friendly, PDF & Email

8 Kommentare

  1. avatar

    super

  2. avatar

    Die Anleitung zur Installation von Google Earth ist kurz, gelungen und vor allem Hilfreich! Da kann man als Linuxanfänger nur Danke Martina sagen!

  3. avatar

    Alter du hast mir den Arsch gerettet. Du hast das super beschrieben, so dass das auch ein Typ(Ich), der noch nie ein Linux zweischen den Fingern hatte, versteht. Einfach hammer:P

    Viel viel dank, weiter so 😀

  4. avatar

    Auch von mir vielen, vielen Dank 🙂 Sehr kurz und prägnant!

  5. avatar

    1. Hat mir geholfen
    2. Bekomme ich jetzt aber eine Dilaog-Box mit „Starter für nicht vertrauenswürdige Anwendungen“ läuft also nicht.

    Ubuntu 10.04 … glaub ich

  6. avatar

    Vielen Dank! Hat gleich geflutscht (Ubuntu 10.04 LTS + Google Earth 6.0).

  7. avatar

    habe dieses tutorial auch gefunden aber mit der installation hats net so hingehauen. der hat nur die.bin in die usr/bin kopiert soweit ich gesehn hab und unter /opt ein verzeichnis angelegt. aber alles was ausführbar wäre, waren irgendwie nur ausführbare textdateien. weiss ein linux-experte vlt. was ich falsch mach?

  8. avatar

    Gestern hab ich Google Earth unter Linux 12.04 installiert. Das ist dort ja inzwischen wirklich ein Kinderspiel. .deb-Datei von der GE-Webseite runterladen, anklicken, irgendwann geht dann das Software-Center auf und dort kann man es ganz bequem installieren. Der AAO ist jetzt inzwischen ziemlich lahm, deswegen braucht’s etwas Geduld …

    GE hat beim ersten Start noch gemeckert, dass die Bidlschirmauflösung nicht gut wäre, aber das Netbook hat nun mal keine 1024×768, und das ist auch egal, es funzt trotzdem.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.