Linpus Lite ausbaufähig?

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Nachdem ich erste Erfahrungen mit dem AAO (Acer Aspire One) gemacht habe und bei dieser Gelegenheit das dort verbaute Linpus etwas genauer unter die Lupe nehmen konnte, schaue ich mir noch einmal das Linpus Lite in der Virtuellen Maschine an. Wie schon oft geschrieben, in Linux bin ich nun gar nicht sattelfest und jeder Befehl macht mir Mühe und muss recherchiert werden.

Aber ich sehe schon, es gibt einige Unterschiede. Im AAO wird der Paketmanager Pirut verwendet, ursprünglich eine Fedora-Komponente (Linpus entstand ja aus Fedora). Das original Linpus Lite verwendet Synaptic, und das mit stark eingeschränkter Funktionalität. Was im LinpusLite bequem unter Settings zu erreichen ist (das Terminal zum Beispiel), findet sich dafür in der AAO-Variante nur über Umwege.

Im AAO ist es mir gelungen, diverse Programme zu installieren und zum Teil auch schon in die Benutzeroberfläche einzubinden. So habe ich beispielsweise den veralteten Firefox 2 durch die neueste Version ersetzt. Das scheint mir auch deswegen sinnvoll, weil Firefox 3 Webseiten besser skaliert. Außerdem bietet er doch einige Funktionen, die ich nicht mehr missen möchte.

Aber das ist alles mühsam. Sehr mühsam. Während im Linpus noch eine KDE-Oberfläche installiert ist, auf die man nach Wunsch umschalten kann, hat man beim AAO erstmal darauf verzichtet.

Mein Eindruck ist, dass die Linpus-Variante optimiert ist für den AAO 110 mit seiner 8 GB SSD. Mit dem AAO 150 haben wir aber ein System mit 120 GB Festplatte, also richtig Platz.Zwar ist der AAO kein hochpreisiges Gerät, trotzdem hätte ich mir etwas mehr Liebe zum Detail gewünscht und eine Anpassung an Bedürfnisse und Möglichkeiten. Schließlich will Acer ja seinen Happen abhaben vom neuen Markt, der vielleichtvorsichtigerweise nicht für auf Dauer einträglich eingeschätzt wird? Ist schon wahr: Niemand kann sagen, ob das nur ein momentaner Hype oder eine ganz neue Entwicklung ist. Ich jedenfalls köntne mir z.B. vorstellen, ein Gerät wie den AAO bei meiner Mutter abzustellen, um auch ihr den Zugang ins Internet zu ermöglichen. Fragt sich nur, ob die Displaygröße für Senioren okay ist, aber man könnte zur Not ja auch ein externes Display anschließen. Also, gerade die Silversurfer könnten doch eine Klientel für diese Geräte sein. Bleibt spannend.

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