Das Seniorenpad (?)

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Gehen wir mal ein bisschen in der Zeit zurück: Dezember 2011. Nein, November sogar. Damals als Knüller angekündigt: Der Weltbild Tablet PC. Irgendwas um die 150 Euro rum mit Android 2.3. Die Kritiken im Weltbild-Shop waren durchwachsen, aber am vernünftigsten klangen Sätze wie „für diesen Preis völlig in Ordnung“.

Und wieso ein Tablet PC? Weil meine Mutter im Juni 2012 einen runden Geburtstag feiert(e) und ich nach einem angemessenen Geschenk suchte. Und weil es für den Einstieg ins www nie zu spät ist (sie lebt völlig ohne Computer). Und weil die Recherche nach einem seniorentauglichen System mich auf Tablets brachte, deren Bedienungskonzept Computer-ungeübten Seniorenhänden entgegen kommen soll.

CAT Nova Tablet PCGedacht, gekauft. Als Weihnachtsgeschenk hätte ich das Teil nicht verwenden können, es kam nämlich erst zwischen den Jahren in der Filiale an, wo ich es mir pesönlich abholen konnte (so hatte ich es bestellt).

Unspektakuläres Unboxing, Inbetriebnahme auch nicht weiter schwer, die Bedienung war mir vom Smartphone her vertraut. Android halt. Seltsam fand ich, dass die normale Market-Anbindung nicht ging, sondern eine App verwendet werden musste, die wohl speziell zum Gerät gehörte. Naja, aber damit konnte ich trotzdem alles so einrichten wie ich wollte.

Positiv fand ich, dass das Tablet recht schnell ist. Negativ … es war absturzfreudig, kam aus dem Schlafen nicht mehr ins WLAN und der UMTS-Stick kam auch nicht ans Laufen. Letzteres bereitete mir besonderes Kopfzerbrechen. Zwar verfügt meine Mutter über einen Alice-Anschluss, bei dem man auch eine Internetoption aufschalten kann, aber ohne Computer ist das eher problematisch, und ein UMTS-Stick erschien mir da als beste Alternative. Inzwischen wäre ich so weit, einen Mini-WLAN-Router zusätzlich zu akzeptieren (z.B. 7links Mini-WLAN-Router „WRP-310.mini“ für 3G/UMTS).

Na gut. Sollte ich das Teil also wieder zurückgeben? Es bestand Hoffnung, dass CAT SOUND, Hersteller des Tablets (eigentlich ein CAT Nova) aus der Nähe von Berlin, am Gerät bzw. an der Android-Version nachbessert. Mehr noch: CAT SOUND kündigte an, in absehbarer Zeit ein Update auf Android 4 zu machen! Das schaffen nicht mal die Anbieter teurer Tablets, wie ich in einschlägigen Foren lesen konnte. Also – kommt Zeit, kommt Ice Cream Sandwich.

Wie aber sieht es sonst so mit der Handhabung aus? Mit der Begründung „Das ist ein Testgerät, da schreibe ich einen Artikel drüber, probier‘ doch mal aus!“, die  ja so weit hergeholt gar nicht ist, ernannte ich meine Mutter zur Probandin. Und eins wurde schnell klar: Ohne eine mehrtägige betreute Einführung in die Bedienung des Geräts geht gar nichts. Und alleine geht überhaupt gar nichts! Nach kurzer Zeit zeigte das Gerät einen Aussetzer, der bei der „Probandin“ erste rote Flecken im Gesicht bewirkte. „Hab‘ ich jetzt was kaputt gemacht? Geht’s jetzt nicht mehr?“ Nichts kaputt, geht auch wieder, aber manchmal hilft warten, manchmal geht das Gerät einfach nur aus und muss wieder angeschaltet werden, manchmal muss man den Reset-Knopf drücken – egal wie, dererlei Störungen machen das Gerät für Ungeübte mit Angst vor technischen Geräten ziemlich unbrauchbar.

Aber noch war ja noch nicht aller Tage Abend, das Update brachte ja einen Hoffnungsschimmer. Was daraus wurde, berichte ich im nächsten Artikel zum Thema CAT Nova.

 

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  1. Pingback: Das Seniorenpad (???) CAT Nova – Details unter Android 2.3

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