Kindle App im Playstore

Die kindle-App auf dem CAT Nova

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Meinen Kindle Keyboard 3G habe ich schon seit 1,5 Jahren und den tausche ich auch gegen nichts sonst ein. Er ist schnell, man kann damit ermüdungsfrei lesen, er ist leicht, leidlich klein. Inzwischen gibt es auch ein Modell ohne Tatatur, den Kindle, WLAN, 15 cm (6 Zoll) , den würde ich auch nehmen. eBook-Reader mit Touchscreen haben sich im Test mit meinem Leseverhalten als nicht kompatibel herausgestellt, ich lese meist im Liegen und da kommt man öfter auf den Touchscreen, als man denkt – und blättert oder markiert oder treibt sonstige Scherze, die den Lesegenuss eher trüben als befördern.

Auf dem kindle habe ich in diesen 1,5 Jahren über 30 Bücher gelesen und auf meiner Fernreise nach Laos, die wohlgemerkt ein Arbeitsaufenthalt, kein Urlaub war, war ich mit einem Zeitschriften-Abo der FAZ immer über Copy&paste zu Gutenberg unterrichtet, dessen Affäre damals in aller Munde war. Das fand ich allerdings fantastisch – nicht die Affäre, sondern in einem Land zu sein, in dem es mit Mühe und Not eine Englische oder Amerikanische Zeitung vom Vorvortag gibt, dort beim Frühstück im Hotel mit WLAN zu sitzen und die aktuelle Tageszeitung zu lesen. Leider setzen viele Tageszeitungen auf den iPad, und die Angebote für den kindle sind noch nicht so besonders groß.

amazon dreht jetzt aber den Spieß um – man möchte auf dem kindle keine Zeitungen lesen? Aber vielleicht auf dem Laptop oder einem Android-Gerät? Und so gibt es seit einiger Zeit den kindle Reader für PC und Android. Was für mich den kindle als Lesegerät nicht ersetzt; ich kann nicht am PC lesen, das ist unbequem, flimmerig, schlecht für meinen Lesefluss und meine Konzentration. Bücher auf dem Smartphone oder dem CAT Nova lesen finde ich auch nicht gerade angenehm – dort habe ich dasselbe Problem wie am PC, die hintergrundbeleuchtete Schrift ist sehr schnell ermüdend. Aber für das überschaubare Volumen einer Tageszeitung ist das durchaus genial. Leider ist die Auswahl noch eher bescheiden, für Berlin gibt es jetzt die Berliner Morgenpost, das ist nicht unbedingt meine Leib- und Magenzeitung, aber zum Ausprobieren reicht sie allemal und insgesamt ist das Abo auch nicht besonders teuer (BERLINER MORGENPOST für monatlich 11,99 Euro). DIE ZEIT hatte ich auch mal für eine Weile abonniert, war aber von der journalistischen Qualität eher enttäuscht als angetan.

Zeitungen lesen mit einem elektronischen Gerät ist eine andere Tätigkeit, als die herkömmliche Raschelpapierzeitung lesen. Man ist sehr konzetriert auf den Inhalt, weil man von Bildern nicht abgelenkt wird (die Morgenpost verwendet nur wenige kleine Bilder am Artikelanfang, die Zeit und die FAZ haben zu der Zeit, als ich sie las, völlig auf Bilder verzichtet). Dafür bekommt man auch keine Werbung zu sehen, vielleicht der größte Vorteil der kindle-Abos! Und schon schrumpft der Umfang der Publikationen zusammen, kaum dass man keine ganzseitigen Billfigflug-Anzeigen mehr ertragen muss. Es fehlen insgesamt alle Arten Anzeigen in den digitalen Ausgaben.

Das CAT Nova mag mit der kindle-App noch nicht so richtig geschmeidig zusammenarbeiten. Starte ich morgens die App zu meiner Frühstückslektüre, muss ich zweimal auf „synchronisieren“ drücken, bevor die App tatsächlich von der amazon-Cloud die neuesten Items herunterlädt. Tippe ich dann auf die Zeitungsausgabe, wird sie abgeholt und sofort geöffnet. Die Übersichtsseite braucht aber ungefähr eine Minute, bevor sie reagiert. Und so geht es weiter: Lese ich einen Artikel und gehe danach wieder in die Artikelübersicht, ist sie für mehr als 20 Sekunden eingefroren und lässt mich (gefühlt) empfindlich warten. Zwar navigiert es sich durch die kindle-App schöner als durch die eZeitung auf dem kindle-Gerät (das ja keine Touchscreen besitzt und wo ich mit Tasten navigiere), aber ich muss doch sehr viel Geduld aufbringen für die schönere Aufmachung. Insgesamt brauchbar aber weit weg von jeglicher Perfektion.

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