Drucken können wär ’ne Wolke … Google Cloud Print und Ubuntu

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Böh. Drucker unter Linux einrichten mag ich nicht. Zumindest nicht, wenn der Drucker hinter einem Druckerserver hängt und ich erst recherchieren müsste, was zu tun ist. Ich meine, einen Drucker, der an einem Linux-Rechner hängt installieren, ist ein Traum, das geht wirklich 1 à. Da hab ich mir unter Windows noch einen Wolf installiert, als Ubuntu mir schon per Plug and play die Drucker installiert hat, ratzfatz. Aber so ein Druckerserver … die sind ja zickig. Und ein gemischtes Netzwerk Windows 7/Ubuntu auch.

Wenn ich mich schon in die Hände von Google begebe, dann benutze ich auch dessen Cloud. Verdammt nochmal! Das tue ich! Und zwar z.B. mit dem Feature Cloud Printer. Am Windows-PC läßt sich das über Google Chrome einrichten, man packt den/die lokalen Drucker auf die Cloud und kann dann mit Android-Geräten oder anderen WinDosen oder sogar iOS- oder Mac-Geräten drauf zugreifen, von überall! Voraussetzung ist, dass am „Mutterrechner“ Chrome läuft und verbunden ist mit der Druckerwolke. Es dürfte auch eine Druckwarteschleife geben, dass, wenn man unterwegs was druckt und der heimische Rechner ist aus, die Druckaufträge nach dessen Start abgearbeitet werden. Alles andere wäre auch doof. Gibt’s natürlich.

Jetzt gibt’s bei Google allerhand Verbindungsmöglichkeiten mit der Cloud. Eben über Chrome, aber auch mit Android-Apps wie PrinterShare Mobile Print (benutze ich, geht einwandfrei) oder am iOS-Gerät mit PrintCentral Pro (klingt so als müssten die Ebbelaner blechen – aber das kennen die ja wohl nicht anders). Und dann gibts für Windows und Mac noch ein paar Progrämmchen zum Runterladen. Google stellt eine Liste mit CloudPrint-Anwendungen zur Verfügung. Nur … nix für Linux. Ja wie? Spinnen die?

Die Linuxer sind aber nicht abhängig von der Gunst Googles, wenn es was nicht gibt, dann bauen die das und fertig. So Simon Gadman, der keine Lust hatte, sich von Google nichts vorsetzen zu lassen. Wer in der Lage ist, die Konsole in Ubuntu zu starten, kann auch dieses Tool installieren (wer nicht: die Konsole erreicht man am schnellsten mit der Tastenkombination Strg+Alt+t).

Hier die drei Zeilen, die man nacheinander kopiert und per Rechtsklick|Einfügen in die Konsole eingibt:

sudo add-apt-repository ppa:simon-cadman/cups-cloud-print
sudo apt-get update && sudo apt-get install cupscloudprint
sudo /usr/lib/cloudprint-cups/setupcloudprint.py

Rechtsklick deswegen, weil Strg+c in der Konsole nicht funktioniert. Kaum hat man die erste Zeile eingefügt, wird das Root-Passwort abgefragt, dann rödelt es eine Weile, dann kann man die zweite Zeile einfügen, die installiert das Ganze und wenn das fertig ist, kommt Zeile 3. Dort muss man seine Google-Kennung eingeben und sein Passwort und kann die Drucker auswählen. Und jetzt … sollte man eigentlich über Wolke drucken können … ich mache den Test.

Ubuntu hat die von mir in der GoogleCloud gesammelten Drucker alle im Angebot und schickt ganz normal einen Druckauftrag ab. Am Windows-Rechner starte ich Google Chrome und – schon legt der Drucker los und druckt was das Zeug hält! Hossa!

Google macht mir Angst, aber es ist auch ganz schön cool …

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3 Kommentare

  1. avatar

    Auch wenn es kein Trost ist: Printserver sind auch unter Windows7 u.U. noch eine Qual. 😉 An so einem Problem habe ich letztens erst ziemlich lange gesessen. Besonder übel ist es auch, wenn es für ältere Drucker keine Win7-Treiber mehr gibt – egal ob mit oder ohne Printserver.

  2. avatar

    Schön wäre es ja, wenn man irgendwie die „Server“-Seite auf einen Linux-Rechner bekommen würde für die google Cloud. Also statt den Drucke an einen Windows-PC mit Chrome anzuschließen, an einen Linux-Server.

    Der läuft hier bei uns nämlich als all-in-one-Server 24/7 und alle können da drucken, nur meine Androiden nicht. 🙁

  3. avatar

    Spanndende Frage … kennst du den Artikel hier: http://support.google.com/chromeos/a/bin/answer.py?hl=de&answer=2616503 ? Vielleicht hilft das weiter.

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